Berufsorientierung klappt auch digital

Die Beratungsgespräche für Jugendliche der Abschlussklassen der weiterführenden Schulen durch die Jugendberufsagenturen (JBA) sind ein wichtiger Baustein der Berufsorientierung. Dabei sprechen ein Ausbildungslotse der MaßArbeit, ein Berufsberater der Agentur für Arbeit Osnabrück sowie die für Berufsorientierung verantwortlichen Lehrkräfte der jeweiligen Schule persönlich mit den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern. Die Corona-Kontaktbeschränkungen machen auch hier neue Lösungen erforderlich: Die Runden finden jetzt per Videokonferenz statt. Das Fazit aller Beteiligten fällt positiv aus: „Berufsorientierung klappt auch online,“ so Ausbildungslotse Martin Möller.

 

Vorreiter für dieses veränderte Angebot war die Astrid-Lindgren-Schule in Bohmte. 20 SchülerInnen und ihre Eltern nutzen nacheinander die Gelegenheit, über Stärken und Schwächen der Jugendliche sowie berufliche und schulische Entwicklungsmöglichkeiten zu sprechen. „Wir kennen die Jugendlichen gut und können in diesem Gespräch ganz in Ruhe und aus allen Perspektiven ihre berufliche Zukunft in den Blick nehmen“, skizziert Lehrerin Simone Sanning. Besonders freue sich das JBA-Team, dass auch die Eltern so aufgeschlossen an dieses Angebot herangegangen seien, ergänzt ihre Kollegin Ruth Heidemann: Sie hatten dabei die Wahl, von Zuhause oder von einem separaten Raum in der Schule aus teilzunehmen.

 

Auch die Reha-Beraterin der Agentur für Arbeit, Maili Gebbe, ist zufrieden: „Natürlich kann eine Videokonferenz nicht dauerhaft den direkten Kontakt zu den Jugendlichen ersetzen“, betont sie. Doch das Format der Videokonferenz ermögliche Gespräche auch in größerer Runde, die im Bereich Berufsorientierung nötig seien, um den Jugendlichen verschiedene Kompetenzen zur Verfügung zu stellen. Das sieht auch Martin Möller so: „Darüber hinaus ist dies neue Format ein generationenübergreifendes Erlebnis, dass es in vielen Familien nicht so häufig gibt“, so seine Erfahrung.

 

Ausdrücklich ermunterte er SchülerInnen und Eltern, sich in allen Fragen der Berufsorientierung bei den Jugendberufsagenturen, aber auch bei den Ausbildungslotsen zu melden: „Wir bieten ganz viele unserer Angebote inzwischen online an.“ Egal, ob es um individuelle Beratung der Jugendlichen geht, um ein Bewerbungstraining oder um Unterstützung bei der Nutzung von „Schüler Online“ – all das lässt sich sehr gut auch virtuell umsetzen, sagt Möller. Der Kontakt könne digital über die App „Ausbildung+“ geschehen, aber auch per Email (MoellerM@massarbeit.de) oder Telefon unter 05401 / 480067 und 0160 9016 9532.

 

Zum Bild:

 

Ausbildungslotse Martin Möller (im Bild) hat mit seinen Kolleginnen der Jugendberufsagentur an der Astrid-Lindgren-Schule in Bohmte die ersten Beratungsgespräche mit Jugendlichen und ihren Eltern per Videokonferenz durchgeführt. Mit Erfolg, waren sich alle Teilnehmenden einig.

Foto: MaßArbeit / Kimberly Lübbersmann