Studentin absolviert Praktikum auf Island

19 junge Menschen aus elf deutschen Bistümern machen sich auf zu neuen Ufern. Mit dem Bonifatiuswerk reisen sie in den kommenden Wochen nach Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Lettland, Estland oder Island. Dort lernen sie für einige Monate die katholische Diaspora-Kirche kennen und werden in einer kirchlichen Institution mitarbeiten.

 

Um auf ein Auslandsaufenthalt in diesen besonderen Zeiten bestmöglich vorbereitet zu sein, sind die Praktikanten vorab zu einem Seminar im Bonifatiushaus in Paderborn zusammengekommen. In Theorie und Praxis hat Julia Jesse, die Verantwortliche des Praktikantenprogramms, sie auf ihren Einsatz eingestimmt. Neugierde, Entdeckerfreude, Respekt vor einer anderen Kultur und das gewissenhafte Einhalten der Hygienevorschriften der Einsatzländer seien die Werkzeuge eines gelingenden Praktikums. Eine enge Betreuung durch das Bonifatiuswerk und die jeweiligen Mentoren vor Ort sei in Zeiten von Corona maßgebend.

 

Die Medizin-Studentin Lioba Gerd-Witte aus Bohmte bricht im September Richtung Island auf. Für vier Monate wird sie die katholische Gemeinde St. Peter in Akureyri unterstützen und in der Kinderkrippe der Karmelitinnen mithelfen. „Ich habe durch das Erasmusprogramm der Universität Rostock die Möglichkeit, ab Januar das Sommersemester an der Universität in Reykjavik zu verbringen. Um das Land und die Kultur schon vorher etwas näher kennenzulernen, wollte ich einen Freiwilligendienst auf Island verbringen. Dass ich mit dem ‚Praktikum im Norden’ nun die Chance dazu bekomme, freut mich sehr“, erklärt die 22-Jährige.

 

„Gerade in diesen herausfordernden Zeiten freuen wir uns sehr, dass sich wieder so viele junge Menschen in ein anderes Land aufmachen, um mit ihrem Engagement das Bonifatiuswerk als international agierendes Hilfswerk zu unterstützen. Die Menschen in den kleinen Diaspora-Kirchen Nordeuropas und des Baltikums brauchen solch mutige Hoffnungsträger. Ich bin sicher, dass Sie alle von den Begegnungen und Erfahrungen profitieren werden, denn das Praktikum ist keine Einbahnstraße“, gab der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, den neuen Praktikanten mit auf den Weg.

Das „Praktikum im Norden“

Das „Praktikum im Norden“ ermöglicht jährlich rund 20 jungen Menschen einen Aufenthalt in Nordeuropa und dem Baltikum, um ihnen unmittelbare Einblicke in das kirchliche Leben in der Diaspora zu bieten. Es ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman Institut im schwedischen Uppsala. Finanzielle Unterstützung erhält es vom Erzbistum Paderborn.

 

Zum Bild:

Die neue Bonifatius-Praktikantin aus dem Bistum Osnabrück: Lioba Gerd-Witte (Mitte) mit Msgr. Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Projektreferentin Julia Jesse (hinten v.l.) Foto: Sr. Theresita M. Müller