Bahn‑Beben! Zwei Wochen Stillstand zwischen Minden, Hannover und Braunschweig
Auf den Bahnstrecken rund um Minden, Hannover und Braunschweig bahnt sich ein echtes Verkehrs‑Drama an: Die WestfalenBahn kündigt massive Einschränkungen auf den Linien RE 60 und RE 70 an – und Pendler müssen sich auf zwei Wochen Ausnahmezustand einstellen. Vom Abend des 7. August bis zum 20. August 2026 fallen sämtliche Züge zwischen Minden und Hannover sowie weiter bis Braunschweig komplett aus. Nichts fährt, nichts rollt – die Strecke ist dicht.
Grund dafür sind umfangreiche Bauarbeiten der DB InfraGO AG. Brücken müssen saniert werden, Streckenabschnitte zwischen Haste und Bückeburg werden modernisiert, und zwischen Lehrte und Groß Gleidingen sind Reparaturen wegen starker Abnutzung überfällig. Das Ergebnis: Stillstand auf der Schiene, Stress für die Fahrgäste.
Damit niemand völlig im Regen steht, wird ein groß angelegter Schienenersatzverkehr eingerichtet – und der kommt in zwei Phasen. Zunächst, vom 7. bis 13. August, fahren Non‑Stop‑Schnellbusse zwischen Minden und Hannover, ohne Zwischenhalt, direkt durch. Ab dem 13. August wird die Sperrung ausgeweitet: Auch der Abschnitt bis Braunschweig ist dann betroffen. Zwischen Hannover und Braunschweig pendelt ein stündlicher Direktbus. Zusätzlich fahren zwischen Lehrte und Braunschweig Busse, die alle Unterwegshalte bedienen – tagsüber sogar im 30‑Minuten‑Takt.
Doch nicht nur die WestfalenBahn ist betroffen: Auch die S‑Bahn Hannover muss Ersatzbusse einsetzen. Für viele Reisende bedeutet das: längere Fahrzeiten, volle Busse, Umwege und jede Menge Geduld.
Die WestfalenBahn empfiehlt ihren Fahrgästen, nicht zwingend notwendige Fahrten in dieser Zeit zu verschieben. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte sich unbedingt vorher informieren. Alle Details und ab der kommenden Woche auch die SEV‑Fahrpläne stehen unter www.westfalenbahn.de bereit. Außerdem liefert die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn die jeweils gültigen Zeiten für Regel‑ und Ersatzverkehre.
